INKS Review

Es kommen nicht viele Spiele und Apps zur Ehre mit einem Apple Design Award ausgezeichnet zu werden, Der Preis wird seit zwanzig Jahren jährlich an ca. 10 Apps und Software-Titel vergeben. Einer der Gewinner 2016 war INKS, ein farbenfrohes Flipperspiel dass ich euch heute hier vorstellen möchte.

Als ich vor einigen Wochen durch den Apple App Store stöberte ist mir die farbige Kugel sofort ins Auge gefallen und ich musste mir die Screenshots ansehen. Was ich sah war ein Flipperspiel wo der Ball die Farben von seinen Berührungspunkten mitnahm und so jedes Mal aufs neue den Tisch mit den verschiedesten Farben verzierte. Ein Kauf später war die App bereits heruntergeladen und auf meinem iPhone. In INKS gibt es standardmässig lediglich drei Welten mit je 24 Levels was 72 verschiedene Tische macht. Zwei In-App Käufe erweiteren das Spiel um zwei Welten und 48 Levels. Ingesamt also 120 mal das Farbenspiel beobachten für 4 Schweizer Franken (oder 3,99 $/€), etwas das nach mehr klingt als es ist. Meine aktuelle Spielzeit beträgt geschätzt weniger als eine Stunde, trotzdem habe ich die ersten hundert vier Welte schon gespielt (nicht auf Perfekt, aber mir gehts nicht darum bei einem Spiel). Vor allem am Anfang sind viele Tische rasend schnell erledigt, zieht der Schwierigkeitsgrad doch erst sehr spät im Spiel merklich an.

Während Flipperautomat eigentlich ein Endlosspiel sind, versteht es INKS gut dieses Prinzip in kurze Herausforderungen umzuwandeln. So muss der Spieler jeweils versuchen mit dem Ball verschiedene Punkte am Tisch zu berühren. Diese Punkte entsprechen den Punktezonen bei einem echten Automaten und sind in einer Farbe gestrichen von der der Ball jeweils ein wenig mitnimmt und so ganz eigene Kunstwerke erschaffen lässt. Doch auch wenn die Idee gut ist, stört mich persönlich die In­kon­se­quenz mit der die Designer die Farbe gewähren lassen. Weder verlieren die Punkte ihre Farbe mit jedem Mal an dem der Ball sie berührt (und manchmal ist das echt offen), noch werden die Flipper selbst mit der Farbe vollgestrichen. Wenigestens verliert die Farbe am Ball mit der Zeit an Intensität. In technsicher Hinsicht lässt sich nur wenig bemängeln, lediglich manchmal vorkommende Abstürze und einen fehlenen Querformat-Modus für das iPad fehlen.

PS: Für alle nicht Englischmächtigen unter euch; der Name des Spieles ist eine Anspielung auf die verwendeten Farben im Spiel.

Fazit

INKS ist sicherlich ein schönes Spiel, es bietet aber abseits der Präsentation zu wenig. Das ursprüngliche Spielprinzip wurde nicht angefasst, der Umfang ist zu arg ausgefallen auch wenn die beiden In-App-Käufe diesen erweitern und Fehler in der Physik und der Technik sind schade und hätten nicht sein müssen.

6/10

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