Ansätze für die Zukunft Teil 1

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Doch wie sehen nun die verschiedenen Ansätze der Hersteller aus wenn es darum geht den PC zu beerdigen?

Auch diese Geschichte handelt wohl von ziemlich vielen Diebstählen, ein Phänomen das es seit Anbegeinn der Menscheheit gibt. Ein bekannter Künstler sagte einmal Good artists copy, Great artists steal und es scheint als wenn dieses Zitat auch den PC begleiten würde. Daher wäre es auch schwierig zu bestimmten wer den nun welche Innovation als erstes auf den Markt gebracht hatte und wem den nun die Ehre gebührt. Dem ersten oder dem der es zum Massenphänomen gebrach hatte? Den auch wenn eine Idee dann endlich alle Phasen der Forschung durchstanden hatte und die Chefetage überzeugt werden konnte gibt es trotzdem keine Garantie auf den Kassenschlager. Neben dem gewissen Glück lassen sich drei Faktoren abstecken: Geld, Marketing und die gesamttechnische Entwicklung des Marktes.

So kann ein Konzept das einst scheiterte, Jahrzehnte später mit besserer Technik, einem tieferen Preis und einem durchdachteren Konzept zum Kassenschlager werden. Teilweise passiert das sogar in der selber Firma. Es lohnt sich also nicht einfach den Ersten zu prämieren, sondern es ist denjenigen der die Idee perfektioniert. Und manchmal reicht es sogar sie einfach am besten zu präsentieren. Mit diesem Entschluss im Hinterkopf wird es deutlich schwerer die aktuellen Konzepte der führenden Hersteller zu bewerten. Selbst die Verkaufszahlen liefern keinen verlässlichen Indikator weil sich die Industrie aktuell im Wandel befindet und es daher nicht um den kurzfristigen, sondern um den langfristigen Erfolg geht. Als Beispiel sollte hier das Fire Phone gelten das man zwar getrost als Flop bezeichnen kann, wo der Hersteller aber wertvolle Erfahrungen für ihren smarten Lautsprecher Echo sammeln konnten.

So gesehen muss also der eingeschlagene Weg, nicht ihr aktulles Portfolio bewertet werden.

Auch wenn ich hier gerne einen kleineren Hersteller vorgestellt hätte, bin ich bei meiner Suche leider auf keinen gestossen1. Es gibt zwar viele Start-Ups in Bereichen wie Fintech, Smart Health oder E-Commerce doch die Plattform selber auf denen die Produkte gezeigt werden, die Endgeräte der Kunden werden selten angefasst da es bisher noch keine Lösung für das Problem der fehlenden Apps gibt. Versuche die es zu nennen gibt sind Sailfish, Firefox OS oder Tizen OS2. Und wenn wir bei den Grossen bleiben müssen wir uns auf Google, Apple und Microsoft beschränken wo doch sonst kein Hersteller im umfassenden Bereich tätig ist.

Google

Beginnen wir mit dem Star des Suchmaschienen- und Werbe-Markets der mit Android und ChromeOS auch zwei Plattformen für Geräte unterhält. Im Gegensatz zu den zwei anderen Unternehmen, operiert er noch am offensten und nutzt und entwickelt Open-Source. Auch wenn diese Offenheit wohl eher eine PR-Masche war und weiterhin ist um gegen iOS eine Chance zu haben. Ein echtes Bekenntnis durch alle Lösungen hindurch fehlt (noch). Neben dem Fakt dass die wichtigsten und erfolgreichsten Lösungen wie Analytics, YouTube oder die Suche allesamt Closed-Source sind, vernachlässigen die Kalifornier auch in Android die öffentlichen Komponenten wie Browser, Rechner etc. und bauen lieber eigene Lösungen ein die nicht in den AOSP-Quellen auftauchen3. Trotz der theoretisch gegebenen Möglichkeit Android autonom zu verwenden, konnten gibt es nur wenige erfolgreiche Beispiele. Das ist neben dem Fehlen der Treiber auch den Google Diensten zu verantworten die Google die absolute Macht über den Erfolg des Produktes ermöglicht. Doch kommen wir doch mal zu den Diensten selber und lassen die PR-Lügen ruhen. Zu sehen bekommen wir zwar ein Desktop-System dass mit ausgezeichneten Akkulaufzeiten glänzen kann, das aber, neben dem stets onlinen Städter der sein Notebook lediglich für Standard-Office-Aufgaben benötigt, kaum Kunden anziehen kann. Doch auch wenn die stetig benötigte Internet-Verfügbarkeit irgendwann gelöst wäre, fehlen den Geräten und der Plattform noch immer die Power um Videoschnitt, Games etc. bewältigen zu können4. Dass die Menschen sich komplett auf die Cloud-Power verlassen werden, glaube ich an dieser Stelle einfach mal nicht5. Auch dass die Daten praktisch nur in der Google-Cloud gespeichert und verwaltet werden können, schreckt Business-Kunden ab die eigene Server benötigen.

Auch auf den mobilen Geräten sieht die Situation nicht unbedingt besser aus. Zwar gibt es hier einen relativ geschmeidigen Vorsprung gegenüber iOS, doch beschränkt sich dieser ausschliesslich auf Smartphones. Die Ambitionen von Google im Tablet Bereich gehen gleich null, Android läuft zwar auf diesen Geräten aber auch nicht mehr. Auch der aufstrebene Wearables Markt läuft für Android alles andere als gut, 2020 wird es wohl nicht einmal mehr ein Viertel beherrschen, während Apple weiterhin die Hälfte des Marktes für sich beanspruchen kann6.

Fazit: Sieht man die Zukunft vor allem in Tablets und den Wearables Geräten wird die Zukunft von Google alles andere als rosig werden. Im Gegenteil: Es sieht alles danach aus als wenn Android zum neuen Windows der Smartphone wird: Von vielen benutzt, von wenigen geliebt. Nur dass die Konkurrenz dieses Mal Noch etwas entgegen zu setzen hat. Dazu kommen Probleme mit der App-Verfügbarkeit unter ChromeOS.

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